Dekarbonisierung · Wärmepumpen · FördermittelTransformations­konzept: Prozesswärme wirtschaftlich dekarbonisieren.

Steigende CO₂-Preise, gesetzliche Pflichten und Anforderungen Ihrer Kunden machen einen belastbaren Fahrplan für die Wärmeversorgung unverzichtbar. Wir entwickeln ihn auf Basis einer Pinch-Analyse – damit Sie nur das investieren, was Ihr Prozess wirklich braucht.

Unser Ansatz

Erst vermeiden, dann anheben, dann ersetzen.

Viele Dekarbonisierungsprojekte starten beim Energieträger: Gaskessel raus, Elektrodenkessel oder Wärmepumpe rein. Das ist teuer, wenn der Prozess heute mehr Wärme verbraucht als nötig – denn jede überflüssige Kilowattstunde muss dann künftig elektrisch erzeugt werden.

Wir gehen deshalb in einer festen Reihenfolge vor. So werden Anlagen, Netzanschluss und Investitionen passend statt überdimensioniert geplant.

Wie die Pinch-Analyse dafür die Grundlage liefert →
  1. Wärmebedarf senken

    Wärmerückgewinnung maximieren, Pinch-Verletzungen beheben, Fahrweise optimieren – meist mit der kürzesten Amortisation.

  2. Abwärme anheben

    Industrie-Wärmepumpen dort einsetzen, wo sie Wärme von unterhalb nach oberhalb des Pinch heben – mit minimalem Temperaturhub.

  3. Restwärme ersetzen

    Verbleibenden Hochtemperaturbedarf elektrifizieren oder auf erneuerbare Energieträger umstellen – auf dem richtigen Temperaturniveau.

  4. Fahrplan festlegen

    Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit, CO₂-Wirkung und Investitionszyklen terminieren und mit Fördermitteln hinterlegen.

Leistungsumfang

Was in unserem Transformationskonzept steckt.

Ein Dokument, mit dem Geschäftsführung, Technik und Controlling gleichermaßen arbeiten können – und das als Grundlage für Förderanträge dient.

01

Ist-Analyse & CO₂-Bilanz

Energie- und Emissionsbilanz des Standorts, Aufteilung nach Energieträgern, Anlagen und Temperaturniveaus.

02

Pinch-Analyse

Minimaler Heiz- und Kühlbedarf, Einsparpotenziale durch Wärmeintegration, Grand Composite Curve als Basis für die Technologieauswahl.

03

Technologie-Optionen

Wärmepumpen, Elektrodenkessel, Wärmespeicher, Abwärmeauskopplung und erneuerbare Brennstoffe – passend zum Temperaturprofil.

04

Wirtschaftlichkeit

Investitionen, Betriebskosten, CO₂-Kosten und CO₂-Vermeidungskosten je Maßnahme, mit Szenarien für Strom- und Gaspreise.

05

Fahrplan

Zeitlich priorisierte Maßnahmen, abgestimmt auf Stillstände, Investitionszyklen und Netzanschlusskapazität.

06

Fördermittel

Prüfung passender Förderprogramme, Förderstrategie und auf Wunsch die komplette Antragstellung.

Förderung & Pflichten

Fördermittel nutzen, Pflichten erfüllen.

Für Effizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen in der Industrie gibt es attraktive Förderprogramme von Bund und Ländern – etwa die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW), die sowohl Konzepte als auch Investitionen in Prozesswärme, Wärmerückgewinnung und Anlagenoptimierung unterstützt.

Gleichzeitig verpflichtet das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) Unternehmen mit hohem Energieverbrauch dazu, wirtschaftliche Effizienzmaßnahmen zu planen und Abwärme zu vermeiden bzw. zu nutzen. Ein Transformationskonzept auf Basis einer Pinch-Analyse deckt beides ab.

Förderbedingungen ändern sich regelmäßig. Wir prüfen den aktuellen Stand für Ihr Vorhaben und kümmern uns um die Anträge.

1,5 Mio €Fördermittel für eine Kundenanlage
Referenz · Polykarbonat

Energetische Verbesserung einer Polykarbonat-Anlage

Zweistufige Beantragung für mehrere Vorhaben aus mehreren Förderprogrammen – vom Förder-Check bis zum Antrag.

Häufige Fragen

Fragen zur Dekarbonisierung der Prozesswärme.

Was Unternehmen der Prozessindustrie vor einem Transformationskonzept am häufigsten wissen möchten.

Was ist ein Transformationskonzept?

Ein Transformationskonzept beschreibt, wie ein Standort seine Treibhausgasemissionen schrittweise bis zur Klimaneutralität senkt. Es enthält eine CO₂-Bilanz des Ist-Zustands, ein Zielbild, einen bewerteten Maßnahmenkatalog sowie einen Zeit- und Investitionsplan. Bei Prozessanlagen steht die Wärmeversorgung meist im Mittelpunkt.

Warum zuerst eine Pinch-Analyse und nicht direkt eine Wärmepumpe?

Jede Kilowattstunde, die durch bessere Wärmerückgewinnung gar nicht erst benötigt wird, muss später weder erzeugt noch elektrifiziert werden. Die Pinch-Analyse zeigt außerdem, auf welchem Temperaturniveau Wärme wirklich gebraucht wird – Wärmepumpen, Elektrodenkessel und Netzanschluss lassen sich so kleiner und günstiger auslegen.

Wann lohnt sich eine Industrie-Wärmepumpe?

Vor allem dann, wenn Abwärme unterhalb des Pinch anfällt und oberhalb des Pinch Wärme auf einem nicht zu hohen Temperaturniveau gebraucht wird. Je kleiner der Temperaturhub, desto höher die Effizienz. Ob sich das für Ihre Anlage rechnet, hängt außerdem stark vom Verhältnis von Strom- zu Gas- bzw. CO₂-Preis ab – das bewerten wir im Konzept.

Ist ein Transformationskonzept förderfähig?

Konzepte und Investitionen zur Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung in der Industrie werden in Deutschland über mehrere Programme gefördert, insbesondere die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW). Da sich Förderbedingungen regelmäßig ändern, prüfen wir die aktuellen Möglichkeiten im Erstgespräch und übernehmen auf Wunsch die Antragstellung.

Hilft das Konzept auch bei gesetzlichen Pflichten?

Ja. Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Unternehmen mit hohem Energieverbrauch unter anderem, wirtschaftliche Effizienzmaßnahmen in Umsetzungsplänen darzustellen und Abwärme möglichst zu vermeiden bzw. zu nutzen. Eine fundierte Wärmestromanalyse liefert dafür die belastbare Grundlage.

Kontakt

Wo steht Ihr Standort auf dem Weg zur klimaneutralen Wärme?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Ausgangslage, Ziele und die passenden Förderprogramme.